Wenn spirituelle Heilung zur Überforderung wird –
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:01: Ich freue mich sehr, dass du heute wieder dabei bist.
00:00:04: Und heute sprechen wir über ein Thema, das in der Tiefe wirkt.
00:00:10: Ein Thema, das viele Frauen betrifft, die schon viel an sich gearbeitet haben, die reflektieren, fühlen, heilen wollen und dann plötzlich feststellen, Ich bin müde, ich bin überfordert und obwohl ich so viel gemacht habe, spüre ich mich kaum noch.
00:00:26: Und vielleicht kennst du das.
00:00:27: Du hast Seminare besucht, Bücher gelesen, innere Kindarbeit gemacht, Schattenarbeit, Coaching und trotzdem, es fühlt sich nicht leichter an, sondern schwerer.
00:00:36: Du hast das Gefühl, ständig an dir arbeiten zu müssen, weil du dir sonst oder deiner Weiterentwicklung nicht mehr gerecht wirst.
00:00:45: Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
00:00:47: Was passiert eigentlich, wenn spiritueller Arbeit zur Überforderung wird, wenn Schattenarbeit nicht mehr heilt, sondern dich innerlich zermürbt?
00:00:57: In vielen spirituellen Kreisen gibt es diesen Glaubenssatz.
00:01:01: Alles, was sich zeigt, muss sofort angeschaut und durchfühlt werden.
00:01:05: Aber weißt du was?
00:01:07: Genau das bringt viele Frauen in einen inneren Ausnahmezustand, denn Heilung braucht Kapazität.
00:01:14: Wenn du permanent Themen aufreist, ohne sie wirklich zu integrieren, dann gerät dein ganzes System in Dauerstress.
00:01:21: Das zeigt sich ganz körperlich.
00:01:23: Du schläfst schlecht, du bist ständig an, aber nie wirklich da.
00:01:27: Du spürst dein Körper nur noch, wenn er wehtut.
00:01:29: Du bist reizbar, dunnheutig und kannst trotzdem nicht aufhören, an dir zu arbeiten.
00:01:36: Ich sehe das in vielen Gesprächen mit Frauen, die dem Wunsch haben, endlich frei zu sein, endlich bei sich anzukommen.
00:01:43: Und oft erkenne ich, es ist nicht der Mangel an Tiefe, sondern der Mangel an Pausen, der dazu führt.
00:01:50: Denn das, was viele für Weiterentwicklung halten, ist in Wahrheit manchmal ein inneres Davonlaufen, ein ständiges Graben, ein Suchen, ein Öffnen, das nie wirklich zur Ruhe kommt und auch kein Frieden ins System bringt.
00:02:06: Was dabei oft übersehen wird, Heilung ist einfach kein Sprint.
00:02:10: Heilung ist ein zyklischer Prozess.
00:02:13: Und jedes System, dein Körper, dein Energiefeld, dein Nervensystem braucht Phasen der Integration.
00:02:19: Wenn du jeden Tag eine neue Tür aufmachst, ohne die Vorherrige zu schließen, dann entsteht kein Heilraum.
00:02:27: Dann entsteht eher so etwas wie Sog, ein Vakuum, das dich mit der Zeit auszehrt, seelisch, körperlich, geistig.
00:02:36: dass sogar in den Bereich Depression oder Burnout hineinspielen kann.
00:02:43: Und ich sehe das oft bei Frauen, die so unglaublich viel gefühlt haben, die voller Mut und Offenheit alles aufdecken wollen in ihrem System und irgendwann nur noch müde und kaputt sind.
00:02:55: Nicht weil sie zu wenig an sich gearbeitet haben, sondern weil sie diesen Raum nicht mehr halten können, den es dafür braucht.
00:03:05: Und genau das ist das Paradoxe, die Tiefe, nach der sich so viele Sehen zeigt sich oft erst, wenn wir aufhören, sie zu jagen.
00:03:15: Wenn du versuchst, alles gleichzeitig zu heilen, dann passiert eben Folgendes.
00:03:20: Dein Nervensystem bleibt im Alarmzustand, du schliffst nicht mehr richtig, dein Körper kommt nicht mehr zur Ruhe.
00:03:27: Dein Feld fragmentiert sich, weil du ständig neue Teile anröst, ohne sie wirklich zu integrieren.
00:03:33: Du wirst durchlässig für alles, Auch für das, was nicht zu dir gehört, also Fremdenergen.
00:03:39: Und irgendwann spürst du dich nicht mehr, weil du gar nicht mehr weißt, was ist überhaupt deins.
00:03:45: Und dann ist da diese Lehre, und zwar nicht die heilsame Lehre, die nach innen führt, sondern diese Erschöpfung, Erschöpfung einer Seele, die sich selbst verlieren könnte, weil sie glaubt, sie müsse sich dauernd neu erfinden.
00:04:00: Vielleicht spürst du gerade, ja, das bin ich, oder ja, das war ich mal.
00:04:07: Dann möchte ich dir sagen, du musst so nicht weitermachen.
00:04:11: Du musst gerade nichts lösen, nichts aufdecken, nichts befreien.
00:04:17: Du darfst jetzt einfach still werden.
00:04:20: Und genau darin liegt oft die tiefste Heilung.
00:04:23: In dem Moment, in dem du sagst, stopp, ich halte an, ich atme, ich bin da.
00:04:31: Dann wird sich das verändern.
00:04:34: Eine kleine Übung, die du heute machen kannst oder auch in jedem Moment, wo du dich überfordert fühlst.
00:04:42: Setz dich hin, die Füße fest auf dem Boden, leg die eine Hand auf dein Herz und die andere auf dein Bauch auf den Solarplexus und sage dir leise, ich bin da, ich bin sicher, ich bin heil.
00:04:59: Danach kannst du dich einmal ganz tief fest umarmen, was dein Nervensystem beruhigen wird.
00:05:06: und spüre dann, wie dein System darauf reagiert.
00:05:10: Vielleicht atmest du etwas tiefer, vielleicht kommt so ein kleiner Widerstand, vielleicht ein Tränchen.
00:05:16: Alles ist gut, du bist da und das reicht.
00:05:21: Weißt du, ich begleite viele Frauen in dieser Schwelle zwischen.
00:05:24: ich habe schon so viel gemacht und ich weiß nicht mehr weiter.
00:05:28: Und was ich gelernt habe ist, Nicht das Tunen heilt, sondern die liebevolle Unterbrechung, die Integration.
00:05:37: Der Moment, in dem dich jemand sieht und der sagt, du musst nicht mehr kämpfen.
00:05:43: Du darfst jetzt einfach mal sein.
00:05:47: Wenn du diese Folge als kleines Zeichen nimmst, eine Pause einzulegen, dann hast du heute einen heiligen Schritt getan.
00:05:55: Und ich halte hier diesen Raum für dich.
00:05:59: Und wenn du spürst, dass du nicht alleine gehen möchtest, dann weißt du vielleicht schon, wie du mich findest.
00:06:05: Danke, dass du hier bist.
00:06:06: Danke, dass du dich erinnerst.
00:06:08: Bis bald.
00:06:09: Namaské.
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