Wenn Heilung zur To-do-Liste wird
Shownotes
Kennst du das Gefühl, trotz all deiner Arbeit an dir selbst innerlich erschöpft zu sein? In dieser Folge spreche ich darüber, warum Heilung keine weitere Aufgabe auf deiner To-do-Liste sein sollte und wie wir uns oft selbst mit Leistungsdruck blockieren. Ich teile meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse darüber, warum Verstehen allein nicht reicht und wie wichtig es ist, sich selbst Halt und Ehrlichkeit zu schenken. Lass uns gemeinsam erkunden, warum echte Veränderung Zeit, Sicherheit und Sanftheit braucht – und warum du genau richtig bist, so wie du bist. Ich lade dich ein, dir eine Pause zu gönnen und herauszufinden, was dich wirklich nährt.
Achtsamkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit
Nervensystem und Regulation
https://www.psychotherapie.de/psychotherapie/lexikon/nervensystem
Überlebensmodus (Fight-or-Flight)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf-oder-Flucht-Reaktion
Selbstliebe
https://www.zeitblueten.com/news/selbstliebe/
Trauma
https://www.dgpt.de/patienten/was-ist-trauma/
🎧 Jetzt reinhören, erinnern & heilen.
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Alles Liebe, Yvonne
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen bei Seelenkraft, deinem Podcast für spirituelle Entwicklung und Heilung durch bewusste Achtsamkeit.
00:00:09: Ich bin Yvonne, energetische Heilerin und Bewusstseinscoach und heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, was mir in der letzten Woche begegnet ist.
00:00:18: Ein Thema, wo ich auch der Meinung bin, dass es sehr viele betrifft, aber die wenigsten sprechen wirklich offen darüber.
00:00:28: Denn vielleicht erkennst du dich darin wieder.
00:00:31: Du hast so viel an dir gearbeitet, du hast Bücher gelesen, Coachings gemacht, Seminare gebucht, Meditationen allerlei Meditationen ausprobiert und du hast auch ganz viele alte Muster schon bei dir erkannt, vielleicht sogar Traumata angeschaut aus deinem Leben und du weißt inzwischen so viel über dich, du verstehst, warum du bist, wie du bist und trotzdem bist du müde.
00:01:00: Nicht nur körperlich, sondern innerlich.
00:01:03: Er schöpft auf einer tieferen Ebene, manchmal fühlst du dich vielleicht auch leer, manchmal enttäuscht, vielleicht sogar ein bisschen resigniert.
00:01:12: Und dann kommt dieser leise Gedanke.
00:01:15: Ich habe doch schon so viel gemacht.
00:01:18: Warum fühlt es sich immer noch so schwer an?
00:01:23: Wenn du das kennst, dann möchte ich dir heute etwas ganz Wichtiges sagen.
00:01:29: Es liegt nicht daran, dass du zu wenig getan hast.
00:01:32: Und es liegt auch nicht daran, dass du etwas falsch gemacht hast.
00:01:36: Ganz im Gegenteil.
00:01:38: Viele Menschen, die sich so fühlen, haben viel zu lange etwas alleine getragen.
00:01:45: Ich war vor kurzem mehrere Tage auf einem Event.
00:01:49: Da waren viele Menschen, tolle Menschen, viele Geschichten, viele Lebenswege.
00:01:55: Menschen, die viel erlebt haben.
00:01:57: Menschen mit Brüchen, mit Verlusten, mit Verletzungen.
00:02:04: Menschen, die sich hochgearbeitet haben, innerlich wie äußerlich.
00:02:10: Und weißt du, was mich am meisten berührt hat?
00:02:14: Nicht die Erfolge, nicht die Titel, nicht das, wie weit sie gekommen sind, sondern etwas anderes.
00:02:22: Fast alle hatten eines gemeinsam.
00:02:26: Sie haben sehr früh gelernt, stark zu sein und sehr spät gelernt, sich wirklich halten zu lassen.
00:02:35: Viele von ihnen haben jahrelang funktioniert, durchgehalten, weitergemacht, sich zusammengerissen und dann irgendwann begonnen, an sich zu arbeiten.
00:02:46: Aber oft mit der gleichen Haltung wie vorher.
00:02:49: Mit dieser Haltung von, ich muss das jetzt auch noch schaffen, ich muss dadurch, ich muss mich halt irgendwie heilen.
00:02:59: Und genau hier liegt ein riesiges Missverständnis, finde ich.
00:03:03: Heilung ist keine weitere Aufgabe auf deiner To-do-Liste.
00:03:07: Du kannst nicht heilen, während du innerlich noch immer im Überlebensmodus bist.
00:03:12: Du kannst keine echte Veränderung verkörpern, wenn dein System permanent unter Spannung steht.
00:03:18: Viele Menschen glauben, sie seien müde, weil sie noch nicht weit genug sind.
00:03:24: Aber die Wahrheit ist, in Wahrheit sind sie müde, weil sie viel zu lange ohne echten Halt unterwegs waren.
00:03:33: Vielleicht kennst du das auch aus deinem eigenen Leben.
00:03:37: Du bist die, auf die man sich verlassen kann, die, die funktioniert, die Verantwortung übernimmt, die durchzieht, auch wenn es mal hart ist.
00:03:49: Vielleicht hast du früh gelernt, ich darf keine Schwäche zeigen, ich muss stark sein, ich darf niemanden zu Last fallen.
00:03:57: Wenn ich mich ruhig verhalte, bin ich ein liebes Mädchen, also verhalte ich mich auch im Erwachsenenalter ruhig.
00:04:04: Und meine Mutter hat immer diesen schönen Spruch gelassen, nur die Harten kommen garten.
00:04:10: Und ich bin froh, dass ich diesen Glaubenssatz nicht in mein Leben übernommen habe.
00:04:18: Und selbst in der Persönlichkeitsentwicklung hat sich dieses Muster oft einfach fortgesetzt.
00:04:26: Dann wird so, weißt du, dann wird aus Wachstum Leistungsdruck, aus Achtsamkeit wird dann auf einmal Selbstoptimierung.
00:04:40: Und Selbstliebe wird zu einer Messlatte, die wir uns legen.
00:04:45: Und irgendwann sitzt du da und denkst, ich weiß doch alles.
00:04:50: Warum fühlt es sich trotzdem nicht frei in mir an?
00:04:55: Weißt du, was ich in all den Jahren meiner Arbeit gelernt habe?
00:05:00: Verstehen alleine halt nicht.
00:05:02: Es ist der erste Schritt, ja.
00:05:04: Aber Bewusstsein ohne Verkörperung bleibt anstrengend.
00:05:10: Viele Menschen sind kognitiv extrem weit.
00:05:13: Aber ihr Nervensystem ist völlig erschöpft.
00:05:16: Ihr Körper ist überfordert.
00:05:19: Ihr Herz hat nie gelernt, sich wirklich sicher zu fühlen.
00:05:23: Und dann wundern wir uns, warum wir trotz aller Erkenntnisse nicht in die Kraft kommen.
00:05:31: Ich möchte dir da gerne mal ein Bild mitgeben.
00:05:34: Stell dir vor, du trägst seit Jahren einen schweren Rucksack.
00:05:38: Du hast gelernt, ihn zu tragen.
00:05:40: Du bist stark geworden.
00:05:42: Du bist sogar schnell geworden mit diesem Rucksack auf den Schultern.
00:05:46: Und irgendwann fängst du an, dich mit Rückenschmerzen zu beschäftigen.
00:05:52: Du liest Bücher darüber.
00:05:53: Du verstehst, warum der Rucksack so schwer ist.
00:05:57: Aber du trägst ihn immer noch.
00:06:02: Viele Menschen arbeiten jahrelang an sich, ohne jemals wirklich etwas abzulegen.
00:06:09: Und zwar etwas, was sie schon viel zu lange tragen.
00:06:14: Und weißt du, was dann oft passiert?
00:06:17: Es kommt Enttäuschung.
00:06:19: Nicht über das Leben, sondern über sich selbst.
00:06:23: Warum bin ich immer noch nicht da, wo ich hin will?
00:06:27: Warum bin ich noch nicht angekommen?
00:06:29: Warum bin ich einfach nicht glücklich?
00:06:32: Und diese Fragen, die tun dann auch echt weh, weil sie suggerieren, dass mit dir etwas nicht in Ordnung ist.
00:06:40: Aber das stimmt nicht.
00:06:41: Die Wahrheit ist, dein System war lange im Überlebensmodus, ist es vielleicht jetzt noch.
00:06:47: Und Überleben fühlt sich nicht leicht an, so ist das normal.
00:06:52: Wenn du jahrelang unter innerem Druck gelebt hast, kannst du nicht einfach per Entscheidung in die Leichtigkeit wechseln.
00:06:59: Wenn dein Nervensystem gelernt hat, wachsam zu sein, dann braucht es Zeit, Sicherheit und Regulation.
00:07:08: Und auf jeden Fall keinen weiteren Anspruch.
00:07:12: Wenn dein Herz gelernt hat, sich zu schützen, dann öffnet es sich nicht auf Kommando.
00:07:20: Da ist ja eben dieses Schutzprogramm davor.
00:07:24: Und ich möchte dir das hier auch ganz klar sagen, das ist kein Versagen.
00:07:31: Es ist kein Versagen, dass du immer noch nicht da angekommen bist, wo du hin wolltest.
00:07:36: Es ist einfach nur ein Zeichen.
00:07:38: Ein Zeichen, das dein System vielleicht auch mal eine Pause braucht.
00:07:42: Und keine neue Technik.
00:07:46: Alleine dadurch können wir uns schon sehr, sehr, sehr blockieren und kommen aus dieser Überlastung gar nicht raus.
00:07:54: Wir sind dann einfach erschöpft.
00:07:58: Vielleicht spürst du beim Zuhören auch gerade etwas So etwas, vielleicht wie ein inneres Nicken oder ein leises Ja, genauso fühlt es sich an.
00:08:10: Dann darf ich dir jetzt hier auch sagen, du bist nicht kaputt, nicht zu langsam und auch nicht falsch.
00:08:20: Du bist einfach ein Mensch, der lange versucht hat, das alleine zu halten.
00:08:26: Und da wiederhole ich mich jetzt, weil Wiederholung geht irgendwann mal rein.
00:08:31: Und vielleicht ist jetzt der Moment gekommen, an dem sich etwas ändern darf.
00:08:36: Nicht durch mehr Druck, sondern einfach durch mehr Ehrlichkeit mit dir selber.
00:08:42: Ehrlichkeit bedeutet manchmal zu sagen, ich kann grad nicht mehr.
00:08:47: Und ich weiß grad nicht mehr weiter.
00:08:51: Und vielleicht brauche ich auch besser Unterstützung.
00:08:57: Und das mach dich menschlich.
00:09:00: In den nächsten Folgen dieses Podcast werde ich darüber sprechen, warum ein echtes Inneres warum so entscheidend ist.
00:09:07: Warum dein Körper oft der Schlüssel ist.
00:09:10: den niemand hört und warum Gemeinschaft heilen kann und warum echte Veränderungen nicht im Kopf beginnt, sondern im kompletten System.
00:09:22: Aber heute möchte ich dir nur eins mitgeben.
00:09:27: Du musst dich auf keinen Fall mehr weiter antreiben, um einen umzuwachsen.
00:09:32: Vielleicht darfst du anfangen, dich jetzt erstmal selbst zu halten und dich so wahrzunehmen, wie du gerade bist.
00:09:41: Und dabei auch sanfter mit dir sein.
00:09:45: Und ich so etwas fragen wie, was würde mir jetzt wirklich gut tun?
00:09:49: Nicht, was soll ich jetzt tun, sondern, was nährt mich?
00:09:53: Was würde mir jetzt wirklich gut tun?
00:09:57: Und wenn du darauf noch keine Antwort hast, dann ist das vollkommen in Ordnung.
00:10:03: Manche Antworten kommen nicht aus dem Denken, sondern aus dem Erlauben.
00:10:09: Ich danke dir von Herzen, dass du heute hier warst.
00:10:12: dass du zugehört hast, dass du dir diesen Raum genommen hast.
00:10:16: Und in der nächsten Folge sprechen wir darüber, warum ein großes Ziel als Veränderung einfach da sein kann.
00:10:27: Und warum es ohne Warum einfach nicht trägt, weil du keinen Sinn hast im Leben.
00:10:39: Und bis dahin, sei sanft mit dir.
00:10:42: Du hast schon so viel getragen und bis zur nächsten Woche bei Seelenkraft.
00:10:47: Deine Yvonne.
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